Brasilien und Österreich nach mehr als einem Jahrhundert
Brasilien/Österreich: Begegnung der Prauchner
Das zeitgenössische Wiedersehen zwischen dem brasilianischen und dem österreichischen Zweig der Familie.
Die Neugier, die ich stets in Bezug auf unsere Familie hatte — auf ihren Ursprung in Österreich und darauf, wie und warum die Auswanderung nach Brasilien erfolgte — führte mich dazu, nach Verwandten in Europa zu suchen.
Die wenigen im Internet gefundenen Hinweise konzentrierten sich auf einen Namen: Christian Prauchner, Unternehmer in der Stadt Gresten, nicht weit von Amstetten und Wallsee entfernt.
Ich nahm 2006 erstmals per E-Mail Kontakt auf und erhielt eine schnelle und freundliche Antwort. Mit der Gewissheit unserer Verwandtschaft beschloss ich, ihn zu besuchen, sobald es möglich wäre.
Ich vereinbarte ein Treffen mit Christian anlässlich einer Urlaubsreise durch Italien und Österreich, die wir unternahmen: Nelson und Flávia, Reny und Nelcy.
Als wir am Treffpunkt ankamen, erwarteten uns in unseren Suiten in Neuhofen an der Ybbs Willkommenskarten und Geschenkkörbe.
Zur vereinbarten Zeit, um 19 Uhr, an der Ecke Neuhofner Strasser und Feldpichel, fand die lang ersehnte Begegnung mit den österreichischen Prauchner statt.
Dort waren Friedrich und Christine, die Patriarchen; Christian und Cláudia; Thomas und Edith; sowie die Kinder Sarah, Stefanie, Patrick, Lisa-Marie und Nicole.
Es war ein magischer Moment, zugleich voller Rührung und Freude. Die Schwierigkeiten der Verständigung, bedingt durch unsere begrenzten Deutschkenntnisse, wurden durch die freundliche Nachsicht der liebenswürdigen österreichischen Verwandten überwunden.
Es war Sonntag, der 31. Mai 2009. Von da an folgten drei Tage mit Festen, Mittag- und Abendessen sowie Ausflügen unter der vollständigen Organisation und großzügigen Gastfreundschaft Christians, der alles tat, um uns eine Freude zu bereiten.
Unvergesslich.
Seitdem warten wir auf ihren bereits versprochenen Besuch in Brasilien, bei dem wir hoffen, die herzliche Aufnahme in Österreich entsprechend zu erwidern und sie möglichst vielen brasilianischen Verwandten vorzustellen.